Lacher des Tages (GSP, of course)

„Nein, ich meine das ernst: Bei Argumenten helfen Bilder, Photos oder Grafiken z.B nur begrenzt. Bei einem DIN A4-Layout, das eh am praktischsten ist, weil man das Zeug dann einfacher herstellen und kopieren kann eh. Also ist ein “klassisches Zweispalten-Layout mit normaler Fließtext-Schrift das leserlichste. Ein bißchen Kasten, ein bißchen Background ok, mehr muß für mich nicht sein. Ich glaube auch nicht das “tolles Klimbim” substantiell zur Überzeugung beiträgt, die man mit den unters Volk gebrachten Argumenten zu Wege bringen will.“

(Quelle.)

(Man bemerke übrigens den Widerspruch: eine „Massen-“, also populistische Zeitschrift herausgeben zu wollen, aber eine Bleiwüste auszuliefern, die genau am Zweck — nämlich tatsächlich gelesen zu werden; was wohl unstrittige Voraussetzung ist, sich die „Argumente mal anzuschauen“ — vorbei geht. The medium is the message — aber niemand liest graue Messages.)


20 Antworten auf “Lacher des Tages (GSP, of course)”


  1. 1 bigmouth 24. Oktober 2006 um 22:02 Uhr

    nach der antwort hab ich da nix mehr gesagt. ich meine, dass ca. 90% aller asta-flugis anner uni in den papierkorb wandern, hat bestimmt niiiiiiiiiiiichts mit dem layout zu tun. studis stehen nämlich über layout, und interessieren sich nur f inhalte. ist doch klar! deswegen sehen ja zeitungen auch noch genau so aus wie vor 50 jahren, weil ja nur der inhalt zählt, und layout völlig unwichtig ist

  2. 2 greml 25. Oktober 2006 um 0:50 Uhr

    „niemand liest graue Messages“

    gremlHast schon Recht. Wie man hört ist die Redaktion total fassungslos, dass sie die Auflage ihre Hefte immer wieder los werden – und die dann offenbar auch nicht gleich ungelesen ins Altpapier wandern.

  3. 3 thomas 25. Oktober 2006 um 8:22 Uhr

    Man bemerke übrigens den Widerspruch: eine “Massen-”, also populistische Zeitschrift herausgeben zu wollen, aber eine Bleiwüste auszuliefern, die genau am Zweck — nämlich tatsächlich gelesen zu werden; was wohl unstrittige Voraussetzung ist, sich die “Argumente mal anzuschauen” — vorbei geht.

    Das ist nur für Leute ein Widerspruch, die die logische Absurdität vortragen, dass Massen = Fans eines stylischen Layouts sind. Erörtere doch einmal, wie das allein aus dem Begriff von Masse kommt?!
    Vielmehr soll mit Massenzeitung erst einmal nichts weiter gesagt sein, als dass hier – im Unterschied zum 1/4 Jahresbuch GSP – in umfangreicherem Maß eine Zeitung verteilt werden soll. Ist Dir das etwa nicht aufgefallen?

    The medium is the message

    LOL – DAS ist ein Widerspruch, weil Du Inhalt und Mittel der Verbreitung des Inhalts in eins setzt. GR/ML – bitte üben, das geht sicher besser :P

  4. 4 Administrator 25. Oktober 2006 um 10:18 Uhr

    Du hast keine Ahnung von Medien, stimmts? Du hast auch keine Ahnung von Rezipientenforschung, stimmts? „Natürlich“ sind Massen „Fans eines stylischen Layouts“ — oder ist dir noch nie aufgefallen, dass Zeitschriften, aber auch Zeitungen, bestimmten Designrichtlinien folgen? Dass es gerade darum geht, keine Bleiwüste zu produzieren, weil z.B. der durchschnittliche Tageszeitungsleser gerade mal 20 Worte eines Artikels erfasst, bevor er zum nächsten wechselt oder umblättert oder lieber das Kreuzworträtsel löst?

    Wahrscheinlich haben wir auch andere Begriffe von „Masse“. Wenn die 1.500 Exemplare (was nicht „mehr“ ist als der GSP selbst) eine „Massenzeitung“ sein sollen — okay.

    @greml(in):

    Schön, dass ihr den Leute, denen ihr das Ding in die Hand drückt (oder die es sich vom Stapel aus der Uni mitnehmen), folgt, um die Rezeption beurteilen zu können :-D

  5. 5 Administrator 25. Oktober 2006 um 10:23 Uhr

    Nochwas zu „The medium is the message“. Dass McLuhan Blödsinn geschrieben hat ist keine Frage. Dass die Leute aber immer ZUERST das Medium sehen, BEVOR sie den transportierten Inhalt rezipieren, und demnach ihre Rezeption nach der Beschaffenheit des Mediums richten, ist banal. Man kann sich solchen Erkenntnissen natürlich auch verweigern (wie man sich einem ansprechenden Layout verweigern kann — wenn man z.B. keinen Layouter hat)…

  6. 6 neoprene 25. Oktober 2006 um 11:05 Uhr

    Nochmal zu Bleiwüste versus „stylish“:
    Per se sind Bleiwüsten noch nie ein Hindernis fürs Lesen gewesen und sind es jetzt auch nicht. Stephen King oder Grass haben auch herzlich wenig Bilder in ihren Büchern und wenns hoch kommt ein gelungenes Cover und werde nicht nur gekauft sondern auch gelesen. Und der Text ist auch mit einer unauffälligen Antiqua gesetzt und nicht mit einem fetzigen Designfont aus der Werbebranche.
    Und umgekehrt hat ein schönes Layout von Anfang an auch beim Lesen nicht immer was geholfen. Bestes Beispiel ist das berühmte Buch von Manutius „Hypnerotomachia Poliphili“ (http://iasl.uni-muenchen.de/links/tipp9-10.htm)
    Und generell wird in dieser Debatte unterschätzt, dasß der typische Adressat *inhaltlich* abgestoßen wird von kommunistischer Propaganda, nicht ästhetisch. Das merkt der doch schon an der ersten Überschrift, woher der Wind weht. Selbst bei so einem harmlosen Zeitungsnamen wie „GegenStandpunkt“, der ja per se überhaupt nicht an Kommunismus denken läßt.

  7. 7 t. 25. Oktober 2006 um 11:34 Uhr

    oder ist dir noch nie aufgefallen, dass Zeitschriften, aber auch Zeitungen, bestimmten Designrichtlinien folgen?

    Das soll im Ernst Dein Argument sein? Weil andere Medienmacher den gleichen Fehler (Layout=Garantie des Erfolgs) wie Du machen, soll’s richtig sein? Sorry, min jung, aber das ist keine Begründung Deiner These. Ebenfalls nicht:

    Dass die Leute aber immer ZUERST das Medium sehen, BEVOR sie den transportierten Inhalt rezipieren, und demnach ihre Rezeption nach der Beschaffenheit des Mediums richten, ist banal.

    Ja klar ist es banal. Aber das ist kein Argument für ein bestimmtes Layout, sondern lediglich die Beschreibung einer Tatsache. Denks Dir mal so: Eine komm. Zeitschrift mit erotischen eyecatchers und farbig genialem Design…meinst Du ernsthaft, dass das dann mehr gelesen würde, geschweige denn -was noch ne andere Sache ist- die Argumente durchdringen würden?! Das glaubt doch nicht mal deine Omma, mensch. Jedenfalls isses ne Sache des Inhalt und nicht des Layouts. Letzteres – sagst Du ja selber – macht aufmerksam und das wars dann auch.

    Wahrscheinlich haben wir auch andere Begriffe von “Masse”

    Offenbar hast Du einen verkehrten, denn Masse bezeichnet erst mal nichts weiter als eine Vielzahl von dem, worauf man den Begriff bezieht PUNKT.

    Wenn die 1.500 Exemplare (was nicht “mehr” ist als der GSP selbst) eine “Massenzeitung” sein sollen — okay.

    Ich weiß jetzt nicht, woher Du diese Infos nimmst, aber mit redlichen, kritischen Gedanken scheinst Du es ja sowieso nicht zu haben, wenn Du Dich hier lediglich auf Formalien statt auf Inhalten (zB der Zeitung) beziehst…*öde*

  8. 8 Administrator 25. Oktober 2006 um 11:39 Uhr

    Bist du echt so ahnungslos, neoprene? Leute lesen ein King-Buch ja gerade in der Erwartung, darin das zu finden, was sie mit dem Name des Autors verbinden (das ist dann das Verkaufsargument).

    Immerhin: netter Versuch eines Gegenstandswechsels. Es ging ja aber um die *Gestaltung* von Zeitschriften und Zeitungen (obwohl es auch ausgefeilte Buchlayouts gibt): und da sind Bleiwüsten sicher kein Hindernis, aber eben auch kein Anreiz zum Lesen. Darum sollte es doch aber gerade gehen: viele Leute („Masse“) dazu zu bringen, sich eure Argumente mal anzutun (hehe, ihr habt das Erfolgsargument ja doch geschluckt). Wenn sie das frewillig wöllten bräuchte es ja keiner Zeitschrift. Umgekehrt: wenn man schon eine Zeitschrift macht, um es den Leuten nahezubringen, könnte man es ihnen auch effektiv nahebringen.

  9. 9 Administrator 25. Oktober 2006 um 11:48 Uhr

    @t.: dein Kommentar steht für sich selbst :-D „Letzteres – sagst Du ja selber – macht aufmerksam und das wars dann auch.“ --> Als wäre das nicht eine wesentliche BEDINGUNG, dass der Inhalt überhaupt rezipiert wird.

    Ihr glaubt echt an den Idealismus der Leute, sich „richtige Argumente“ anzuschauen, wenn man sie nur niederschreibt.

    (Recht hast du aber mit einem: an den Inhalten dieser Zeitschrift ist mir ebenso wenig gelegen wie ihrem Äußeren, noch ihrem „Erfolg“.)

  10. 10 neoprene 25. Oktober 2006 um 12:02 Uhr

    zu deinem „Darum sollte es doch aber gerade gehen: viele Leute (”Masse”) dazu zu bringen, sich eure Argumente mal anzutun (hehe, ihr habt das Erfolgsargument ja doch geschluckt). Wenn sie das frewillig wöllten bräuchte es ja keiner Zeitschrift.“

    Über das massenhafte an der Massenzeitung braucht man nicht zu streiten. Da hat jede Lokalzeitung in NRW oder anderswo sicher eine höhere Auflage und auch eine höhere Leserzahl. Ja, es geht um Erfolg, die Leute, denen man als politischer Mensch seine Zeitungen in die Hand drückt, oder an die man sie verkauft, sollen das erstens lesen und sich zweitens davon überzeugen lassen. Das ist der Zweck der ganzen Mühen. Das geht relativ einfach, wenn man mit dem, was man zu sagen hat, relativ nah dran ist, an dem was die Leute eh denken und umgekehrt geht das mühsam, wenn die vermuten oder schlimmer noch wissen, daß der Verteiler/Verkäufer sie vom bisherigen Pfad ihrer Tugend abbringen will und ihnen ihre bisherige Erklärung ihrer Welt austreiben will. Da kommt dann sehr schnell das durch und durch inhaltlich begründete „Sowas brauchen wir nicht!“ Für Leute, die mit ihrem sich Einrichten weitermachen wollen, haben Kommunisten ja auch in der Tat herzlich wenig anzubieten.
    Bisher ist von dir und den anderen Fans des „stylischen“ nichts gekommen, was nachvollziehbar begründet, warum man gegen diese Grundaversion ausgerechnet mit Mätzchen (nenn ich das jetzt mal abschätzig) ankommen will. Jedenfalls ohne inhaltlich an dem, was man ursprünglich sagen wollte, Abstriche zu machen.

    Im übrigen ist es so wissenschaftlich festgezurrt auch nicht, was eigentlich ein leserliches attraktives Layout ist. Ich habe in den letzten Jahren weißgott endlose Relaunch-Aktionen von Zeitungen und Zeitschriften mitgekriegt und mich manches mal gefragt, wieso ausgerechnet das neue Layout besser sein soll als das alte. Aber ich bin auch immer noch ein Fan von Serifen-Schriften und gegen Groteskes. Muß am Alter liegen.

  11. 11 t. 25. Oktober 2006 um 13:48 Uhr

    Ihr glaubt echt an den Idealismus der Leute, sich “richtige Argumente” anzuschauen, wenn man sie nur niederschreibt.

    Du schreibst Deine Anwürfe schon falsch: Es hätte heißen müssen: Wir sind Idealisten, dass wir glauben, dass die Leute durch die Niederschrift der Argumente überzeugt werden. Und nicht: „ihr glaubt an den Idealismus DER LEUTE“ Okay?
    Und auch das ist nicht richtig…wo nimmst Du das her? Wo hab ich das geschrieben? Klar müssen die das geistig nachvollziehen, das ist doch banal! ;-) Wogegen ich mich hier gerichtet habe, ist, dass ein Layout dazu irgendwas positives beizutragen hätte…

    Recht hast du aber mit einem: an den Inhalten dieser Zeitschrift ist mir ebenso wenig gelegen wie ihrem Äußeren, noch ihrem “Erfolg”.

    Ja ach, ohne Deine Aussage, wäre ich darauf nicht gekommen. Aber viel inhaltlich DAGEGEN hast Du offenbar auch nicht zu sagen, was? Naja…warum wundert mich das nicht…?! :D

  12. 12 thomas 25. Oktober 2006 um 14:25 Uhr

    und da sind Bleiwüsten sicher kein Hindernis, aber eben auch kein Anreiz zum Lesen.

    Eben. Und umgekehrt ist auch ein gutes Layout kein Hindernis, aber auch kein Anreiz zum Lesen. Lesen ist nämlich das Gegenteil von Layout-Ästhektik betrachten, alles klar?

  13. 13 bigmouth 25. Oktober 2006 um 14:28 Uhr

    wie grml schon sagte: es gibt wissenschaftlich-empirische belege dafür, dass layout wichtig ist, ihr dödel. aufklärungsresistent wie immer!

  14. 14 MPunkt 25. Oktober 2006 um 17:24 Uhr

    Darum sollte es doch aber gerade gehen: viele Leute (”Masse”) dazu zu bringen, sich eure Argumente mal anzutun (hehe, ihr habt das Erfolgsargument ja doch geschluckt). Wenn sie das frewillig wöllten bräuchte es ja keiner Zeitschrift.

    1.) Da man die Leute ja schlecht dazu zwingen kann, die Zeitung zu lesen und die Argumente zu prüfen, muss man halt ohenhin darauf hoffen, dass sie das freiwillig machen. Als könnte man sie mit ein paar halbnackten Frauen auf dem Cover dazu bringen, sich unfreiwillig die Argumente „anzutun“. Den Gegensatz von „freiwillig“ und „unfreiwillig“ am Layout aufzumachen, ist also schon mal völliger Quatsch.

    2.) Wenn die Leute sich freiwillig die Argumente geben wollten, bräuchte es keine Zeitung mehr, in welcher sie stehen? Na kein Wunder, dass so ein Logikgenie wie Du lieber Comics und so in einer Zeitung haben will …

  15. 15 thomas 25. Oktober 2006 um 19:43 Uhr

    Du, es gibt wissenschaftlich-empirische Belege für das irrationalste Zeug – als wenn das nun was bedeuten sollte…

    Im übrigen: Warum werden denn meine Kommentare nicht freigeschalten? Wenn ich so blamierendes Zeug schreibe, dann dürfte das doch niemanden stören, oder?

  16. 16 Neoprene 25. Oktober 2006 um 21:49 Uhr

    zu Freischaltung: Vermisse ich auch, oder wenigstens Begründung für die Nichtveröffentlichung

  17. 17 Administrator 25. Oktober 2006 um 22:06 Uhr

    Der Grund ist schamlose Zensur! Dieser Blogsport-Spamschutz ist ein hundsgemeiner Antikommunistenarsch!

  18. 18 thom 25. Oktober 2006 um 23:09 Uhr

    Lüg nicht, du traust dich nur nicht, es mit schlauen Leuten aufzunehmen…nun schalt schon frei, Freund Blase.

  19. 19 Administrator 26. Oktober 2006 um 0:02 Uhr

    Ja, schlimm — Feigheit vor dem Feind.

  20. 20 ascetonym 27. Oktober 2006 um 1:01 Uhr

    Auch hier gilt: Don‘t feed the trolls…

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