GR/ML hat schon längst kapituliert

und schreibt weder etwas Neues in sein Blog (also dieses hier) noch in die Kommentarspalten der anderen. Scherzbolde, die seinen guten Namen und den damit verbundenen großartigen Ruf missbrauchen, kennen seinen Anwalt noch nicht. Mensch, mit dem ist echt nicht zu spaßen. Andererseits lacht er genauso wie GR/ML über solche langweiligen Trittbrettkullas.

Remix pt. 3: Die Mobs-und-Meuten-Welle

Nun ist nicht nur das Corax-Interview ausreichend gewürdigt worden, nein, auch Wertmüllers 90-Minuten-Vortrag in Halle, in dem er der Frage nachgeht, warum Antideutsche Konrad Adenauer ehren sollten, wurde just durch einem Remix geadelt.

Sound-Grundlage ist „Die Antideutsche Welle“, einst in die Welt gesetzt durch 5drei9 (musikalisch mittelmäßig, kennt keine Sau mehr) und remixed durch „LFO Demon“ (musikalisch völlig mangelhaft, kennen immerhin elf last.fm-User). Um über die wirklich bescheidene Qualität (Vortrag, Song, jeweils inhaltlich und klanglich) hinwegzutrösten, hat Daniel Kulla einen Gastauftritt bekommen.

- Corax-Interview bei Lysis samt Remix des Vortrags von annodazumal in Leipzig
- Remix pt. 1: Intergalactic Moscheemonsterbau by GR/ML
- Remix pt. 2: by greschka

Bananananananana

Ab jetzt als Aufkleber (A7) erhältlich. Bestellungen bitte an selbstmordparty richten.

Für den Speziesismus!

Intergalactic Moscheemonsterbau

Ihr kennt Justus Wertmüllers Poetry-Slam-Performance?

Der erste Remix kursiert:

Einfach nur… another dimension.

PS: Fangen wir doch einfach mal mit den Äußerlichkeiten an.

Der GegenStandpunkt frisst Kinder.

-- und in den Kinderzimmern linker Philosophen brennt noch Licht.

Mitten in der Nacht, da bloggen auch Leute, von denen man schon hoffte, sie hättes es aufgegeben. Leute, die meinen, sie hätten Erhellendes beizutragen gegen Leute, deren Argumente sie nicht zur Kenntnis genommen haben, sondern die sie nur als Denunziationsmaterial gebrauchen. Nun sind Themen wie die Kritische Theorie kontrovers — und die Kontroverse entschärft sich nicht, wenn man ihren Fans Argumente an die Hand gibt, die dazu führen sollten, die Philosophie und ihr — auch „kritisches“ — Legitimationsdenken zu unterlassen. (mehr…)

Newsflyergeseier

„Auch wenn es den Deppen nicht interessiert, ist es richtig, ihn als Deppen zu bezeichnen.“ — Jan Gerber hat manchmal recht, auch wenn es oft nur eine Frage der Textlänge ist, hin und wieder eine richtige Aussage zu treffen. Sein privates Infoblättchen ist inhaltlich und bezüglich seiner Reichweite zu unwichtig, um hier erwähnt zu werden. Nicht so das CEE IEH. Wenn es nötig ist, eine Zeitschrift zu kritisieren, die Denunzianten, Nichtswisser, Hetzer und Sexisten zu Wort kommen lässt, dann folgt direkt auf die Jungle World das besagte Blättchen aus dem Umfeld des Leipziger Conne Island. Dem CEE IEH könnte man noch zugute halten, dass es zur kostenlosen Mitnahme ausliegt. Wenn seine „neue Redaktion“ aber verspricht, „Ablenkung von Geschrei und Geprüll“ (sic!) zu produzieren, wirft sie dasselbe aus wie ihre Vorgänger: langweiligen, nervigen und ärgerlichen, zumeist sinnfreien, ewig redundanten Szenedreck. Geschrei um sich selber, das Gebrüll von und für Arschlöcher mit gutem Gewissen. Dumme Szeneficker und Offline-Blogger eben.

Alles oder nichts! 5

Vor einiger Zeit stand es haarscharf auf der Kippe, ob die Jungle World weiter wird erscheinen können. Dass sie weiter erscheinen kann, bringt außer der Comic-Rückseite nichts Gutes mit sich, insofern es sich dabei auch schon um das einzige Alleinstellungsmerkmal dieser Zeitung handelt, die ihren affirmative turn schon vor Jahren hinter sich gebracht hat und deren Blattlinie von denen diverser Springer-Blätter ununterscheidbar geworden ist — ich denke hier vor allem an das Anfeuern demokratischer Bombardements und Bejubeln freiheitlicher Moslemabknallerei. Einige der JW-AutorInnen hätten ergo auch bei den Grünen bleiben und für die TAZ schreiben können. Der Knackpunkt ist dabei, dass man es Leuten wie Ivo Bozic in seinen Blog-Kommentaren gar nicht anmerkt, dass er als Journalist unterwegs ist, er aber seinen Job trotzdem wunderbar erfüllt, so wunderbar wie ein Franz Josef Wagner in einem Konkurrenzblatt für eine ähnlich gestrickte LeserInnenschaft.

Gerade das Thema „1. Mai“ hat es Ex-Linken angetan, die nicht als die Kritiker der Elche auftreten, die sie selber einmal waren, sondern als Renegaten, die zum Schluss (wie Jan Gerber in der aktuellen baHamas) das aussprechen, woran sie auch schon als linke Idealisten glaubten: die Gutartigkeit der demokratischen Herrschaft, die in jedem Vergleich gut abschneidet und deren Verteidigung zur Herzensangelegenheit wird, wo „Banden“, „Clans“, „Mobs“ oder „Rackets“ auf den Plan treten — ob in Kreuzberg oder Afghanistan. Ivo Bozics Abrechnung mit den Autonomen ist daher eine ganz und gar demokratische Angelegenheit: der fiese Mob vergreift sich am Eigentum anderer — zum Handanlegen an einer Moschee weigert er sich aber. Da ist man in Heinersdorf schon weiter.

Was für gute Gründe sollte es geben, sich diese Scheiße jede Woche zum Briefkasten liefern zu lassen und ihre ProduzentInnen, die sie jede Woche aufs Neue herauspressen, dafür zu bezahlen?

Das ist natürlich ein verdammt „diffamierender vorwurf“, außerdem „dämlich und denunziatorisch“, „Wahn“, „Projektion“, und die Penner, die Ivo beispringen, sind sich nicht zu blöde, dann auch noch mit dem Strafgesetz — „üble Nachrede!“ — zu kontern.

Einziger guter Debattenbeitrag: manchmal, aber nur manchmal Immer, ja wirklich immer haben blogger einfach eins in die fresse verdient…“

GR/ML ist niemals gefallen, Stimme und Faust der Nation!

GR/ML hat eine Weile nicht gebloggt. Dann eine Weile fremdgebloggt. Dann die BaHamas gelesen. In Übereinstimmung mit meinem guten Hetzer-Freund Jan Gerber wurde festgestellt, dass gegen Cliffcosmos („dass du selbst den Tod eines deutschen Hartz 4 Empfängers für deine antiamerikanische Hetzte nutzt“) und Prinzessin Konzuela („auf dem nachhauseweg versuchte ich alles zu verarbeiten,hatte es endlich geschafft mich auf etwas anderes zu konzentrieren,als ich zwei englischsprechenden juden begegneten.“ — zu erkennen wohl an ihren Hörnern auf der Stirn) „selbst die politische Ordnung der Bundesrepublik zu verteidigen sei. Schließlich räumt mir das Strafgesetzbuch ein Notwehrrecht ein.

Apropos: in der Zwischenzeit führte GR/ML einige angeregte Debatten über — nunja — GR/ML. Die Telis blieben vorerst stecken (vormerken: ich wünsche mir zu meinem 30. Geburtstag einen neuen), das fiese S-Wort nicht. GR/ML war im Gegensatz zum mädchenblog zwar niemals ein „offenes feministisches gemeinschaftsprojekt“, möchte sich jedoch entschuldigen bei allen, die er in der Vergangenheit unerhörterweise fies angepöbelt hat. Das war wirklich sowas von unerhört und fies von mir! Ihr werdet zukünftig einen ganz anderen GR/ML erleben. Meine Pöbelei ist künftig ehrlich, ihr dämlichen Penner! Wer das „unerhört“, „fies“, „scheiße“, „dumm“, „arrogant“, „schwul“ usw. findet, sollte aufhören zu bloggen — das zu erreichen ist ohnehin mein Begehr, wenn auch eher ein Fernziel. Zu viel noch haben Leute von ihren letzten langweiligen Schultagen und ihren neuesten hässlichen Toilettenwandbemalungen zu berichten. Zu voll ist noch der Blogsport-Planet. Und ich vernahm, bei Olifani seien wieder Zellen Plätze frei.

Freilich gibt es auch Gutes: Turbo hat aufgehört. Resist hat nicht wieder angefangen. Tylie ist so gut wie draußen. Clubmate ist Matsch. Aftershow fällt nichts mehr ein — sogar revanche („More apposite you can’t say…“) distanzierte sich. Am Rest ist GR/ML noch dran. Work in progress. Ihr politpennernden Blogficker.

Aber andererseits (Rephexionen 2)

Walter Benjamin: „Der Faschismus läuft folgerecht auf eine Ästhetisierung des politischen Lebens hinaus. […] So steht es um die Ästhetisierung der Politik, welche der Faschismus betreibt.“

Daniel Kulla: „Ich sehe diese teils viel radikalere und teils viel selbstdistanziertere Geschichtskritik als eine sehr anregende Infragestellung des geläufigen Weltbildes, ohne entscheiden zu wollen, inwieweit sie haltbar ist.“ (da)

Sich den ganzen Tag einen runterholen — ja, warum eigentlich nicht, „Clubmate“?

Dafür, dass GR/ML so „dumm“ (Clubmate) sei, dass mensch ihn am besten ignoriere, wird ihm doch ganz schön viel Aufmerksamkeit zu Teil, beispielsweise von linken Psychos und Stalkern wie diesem. Endlich eine Einladung zum Anfassen, dazu auch noch neidgetrieben — Oi!